Traditionsgasthof
„Zur schönen
Schnitterin”

Die Geschichte
   unseres Hauses

Am 30. Dezember des Jahres 1862 beantragte Andreas Lämmlein für die Hausnummer 6 (jetzt Nr. 1) in Romansthal die Konzession für Bier- und Schnapsausschank. Die Gastwirtschaft erhielt den Namen "Zum Lamm".

Am 12. Dezember 1874 verstarb Andreas Lämmlein und das Anwesen ging auf dessen Sohn Martin über, der am 19. April 1882 den Bauplan eines Saales einreichte. Neben der Gastwirtschaft enstand eine "Sommerwirtschaft", um dem immer größer werdenden Andrang an Touristen und Wanderern im Ort gerecht werden zu können. 1888 allerdings musste das Anwesen, Land- und Gastwirtschaft, versteigert werden.

Valentin Büttner ersteigerte den größten Teil , darunter den Hof und das Gasthaus, den er noch im gleichen Jahr, am 13. April, an Kunigunda Weis, spätere Ostler, verkaufte. Ihre Schwester Margaretha Stärk - geb. Weis und deren Ehemann Joseph übernahmen den Betrieb der Gastwirtschaft, da Kunigunda noch einer Stellung als "Herrschaftsköchin" in München nachkam.

Nachdem Kunigunda Weis, den aus Garmisch stammenden Schuster Joseph Ostler geheiratet hatte, übernahm das Ehepaar am 24.Juli 1897 das Gasthaus mit dem dazu gehörigen Anwesen. Die Schankkonzession erhielt Joseph Ostler am 5. August.

1899 folgten die ersten baulichen Änderungen. 1908 wurde der von Martin Lämmlein erbaute Saal abgerissen und an gleicher Stelle ein größerer Saalbau errichtet, für den Joseph Ostler die Genehmigung zur Abhaltung "öffentlicher Tanzmusiken", erhielt.

1924 wurde das Wohn- und Gasthaus vollständig abgerissen und an gleicher Stelle neu erbaut. Da der Fremdenverkehr immer mehr zunahm, wurden auch Gästezimmer für ca. 12 Pensionsgäste eingerichtet.

Sohn Georg und dessen Ehefrau Maria, geborene Donath, übernahmen 1937 den gesamten Besitz. Am 18. August 1939 verstarb im Alter von 75 Jahren Joseph Ostler, ein Jahr später mit 72 Jahren seine Frau Kunigunda.

1948 wurde der Name des Wirtshauses geändert. Aufgrund der historischen Vergangenheit wurde es auf den Namen "Zur schönen Schnitterin" umgetauft.

Joseph Victor von Scheffel (1826-1886) verewigte in der 5. Strophe seines Frankenliedes die "Schnitterin", Eva Lämmlein:

"..Und wer bei schöner Schnitt'rin steht, dem mag man lange winken. ..." .

Diese Schnitterin, Eva Lämmlein, wurde im Jahre 1839 in unserem Anwesen geboren.

Um die Gastwirtschaft von der Landwirtschaft zu trennen, begann man 1950 mit der Verlegung der Landwirtschaft. Eine Scheune, Schweine-, Rinder- und Pferdestall wurden auf der gegenüberliegenden Straßenseite neu errichtet.

Am 10. Januar 1960 wurde der neue Gastraum, mit dessen Bau 1959 begonnen wurde, offiziell eingeweiht. Das neue Speiselokal und die darüber liegende Terrasse, beides mit Blick ins Obermaintal, fanden bei den Besuchern großen Zuspruch.

1973 wurde an die Gastwirtschaft das jetzige Gästehaus mit Nebenraum und 11 Gästezimmern angebaut. Im gleichen Jahr heiratete Jakob Ostler seine Frau Margarete, geborene Heiming und bekam von seinem Vater Georg den Betrieb überschrieben.

1986 reichten die 19 Gästebetten nicht mehr aus. Das Haus wurde umgebaut. Heute besitzt unsere Haus 27 Gästebetten. Alle Zimmer erhielten Dusche und WC und wurden komplett neu gestaltet.

Kurz darauf verstarb Georg Ostler und 12 Jahre später seine Frau Maria.

Nach abgeschlossener Berufsausbildung zur Köchin im Jahr 1993 leitet Tochter Claudia die Küche.

1996 wurden der Eingangsbereich, der Gastraum und die Küche baulich verändert und vollständig neu eingerichtet.

Seit dem Jahr 2000 bieten wir jungen Menschen die Möglichkeit in unserem Haus die Berufe Hotelfachfrau/mann und Köchin/Koch zu erlernen.

Im Jahr 2008 wurde die Nachfolge gereglet und eine offenen Handelsgeseööschft gegründet. Teilhaber sind Jakob, Margret, Claudia und Johannes Ostler.

 

Irischer Abend mit Livemusik der "Corsshillmussig"
im Biergarten unter der Linde am 15. Juli 2017 ab 18.00 Uhr